Ökum. Gottesdienst in der Schimmelkirche

Ökum. Gottesdienst in der Schimmelkirche

Am Samstag, 24. Juni, findet um 19 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Andreaskirche (Schimmelkirche) in Pichlwang statt. Anlass ist das Jubiläum 500 Jahre Reformation.

Diese Kirche hat eine ökumenische Geschichte. In den napoleonischen Kriegen fiel ein Teil von Oberösterreich an Bayern. Die Ager wurde zur Grenze. Die Evangelischen von Vöcklabruck und Lenzing, die bisher zu Rutzenmoos gehört hatten, verloren den Zugang zu ihrer Pfarre. Deshalb erlaubte die bayrische Administration die Gründung einer Evangelischen Pfarrgemeinde in Vöcklabruck, die von 1813 bis 1825 bestand. Pfr. Ludwig Würth wohnte und lehrte in Vöcklabruck. Die Gottesdienste fanden in der Andreaskirche in Pichlwang statt. Eigentlich hatte die Gemeinde gewünscht, die Dörflkirche in Vöcklabruck zu erhalten. Sie war damals nicht als Kirche, sondern nur als Heu- und Strohmagazin genutzt. Das wurde allerdings von katholischer Seite verweigert.

Zum Namen „Schimmelkirche“ schreibt Pfarrer Würth in seinen Erinnerungen: „Nun hatte man den Protestanten die verlassene Kirche in Pichlwang übergeben, von welcher die Sage gieng, daß einst darin ein Schimmel, der in der Nähe weidete, bey einem entstandenen Sturm in die gewöhnlich offene Kirche geflüchtet, durch die vom Winde zugeworfene Thüre aber eingesperrt, und nach langem vergeblichen Suchen endlich darin verhungert gefunden worden sey, weswegen denn auch der Name Schimmelkirche bekannt war. So lautete die Sage.

In dieser Pichlwanger Kirche, die im Lauf der Geschichte sowohl katholisch als auch evangelisch genutzt wurde, findet am 24. Juni ein ökumenischer Gottesdienst statt.

Herzliche Einladung!

(zum Bild: Foto der Andreaskirche aus 1950, Fotograf unbekannt)