Predigt der Konfirmanden 2013

Predigt der Konfirmanden 2013

WOZU DU BEI DER KONFIRMATION „JA“ SAGST

Katharina
Heute werden wir Konfirmanden predigen. In unserer Konfi-Mappe gibt es eine Liste von Glaubensinhalten, an die Christen glauben sollten. Wir haben uns dazu unsere Gedanken gemacht. Hören Sie selbst. Der erste Satz lautet:

Es gibt einen Gott. Der hat die Welt gewollt und entstehen lassen.

Tom
Es gibt einen Gott, und ich glaube an ihn. Er ist der allmächtige Vater, der Schöpfer des Himmels und der Erde. Er hat die Welt gewollt und uns entstehen lassen. Die Erde ist ein wunderschöner Planet und Gott ist der Schöpfer. Die Natur hat Vollkommenheit, um zu zeigen, dass sie das Abbild Gottes ist, und Mängel, um zu zeigen, dass sie eben nur das Abbild ist.
Doch was machen wir anstatt wie in Gottes Vorstellung die Erde zu schützen? Wir verschmutzen und zerstören sie. So hat das Gott sicher nicht gewollt. Die Erde ist wie Gottes Haus, doch falls wir so weiter machen, muss er wohl bald ausziehen.

Patrick Seiler
Gott hat die Welt schön gemacht, aber wie die Menschen sie behandeln ist nicht so schön.
Gott hat uns Essen und Trinken gegeben; wir sollten dankbar sein.
Es ist schwer, sich vorzustellen, wie die Welt entstanden ist und ob sie wirklich von Gott erschaffen wurde, aber wer sollte sie sonst gemacht haben? Es gibt sicher einen Gott, der uns beschützt und sich um uns sorgt wie ein Vater. Manche glauben nicht, dass Gott die Welt erschaffen hat. Ich glaube es.
Gott wollte die Welt erschaffen, doch ich glaube, er wollte nicht, dass wir sie so behandeln. Die Leute, die die Welt schädigen, werden schon ihre Strafe bekommen. Denkt an das Doppelgebot der Liebe: Du sollst Gott und deinen Nächsten lieben wie dich selbst: Damit sollte auch die Erde gemeint sein. Wir sollten sie schützen und lieben. Wenn wir die Erde schädigen, dann wird es unseren Nächsten nämlich nicht mehr so gut gehen wie uns.
Gott kann stolz auf sein wunderbares Werk sein, doch wir sollten sein Werk schützen.

Anna
Der zweite Glaubenssatz lautet:

Dieser Gott hat sich in Jesus Christus auf der Erde gezeigt. Er war eng mit dem Menschen Jesus verbunden. Die Bibel beschreibt das durch die Formulierung „Gottes Sohn“
Wer war Jesus? Welche Rolle spielt er in meinem Leben?

Wenn wir heute von Jesus hören, müssen wir sofort an die Kirche, den Religionsunterricht oder auch an die Bibel denken. Uns wurde von klein auf gelernt, dass Jesus der Sohn Gottes ist und das er deshalb etwas mit der Kirche zu tun hat, doch wie oft haben wir uns wirklich Gedanken darüber gemacht, wer dieser Jesus von Nazareth war und was die Bezeichnung Gottes Sohn bedeutet?
Ich habe, als mir die Aufgabe gestellt wurde, zu schreiben wer Jesus ist, anfangs gedacht, es wäre eine leichte Aufgabe. Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, umso weniger Brauchbares ist mir eingefallen.
Jesus wurde von Gott als Zeichen genommen. Er kam arm zur Welt und trotzdem hieß es, der neue König, der Messias, der Retter sei gekommen. Er war kein hoher Priester oder sonst was, aber die Leute hörten ihm trotzdem gerne zu.
Die Vorstellung, dass Jesus ein einfacher Mensch war ist beruhigend, denn so wird man nicht eingeschüchtert, wenn man an ihn denkt. Ich glaube, dass Gott sich in Jesus auf der Erde gezeigt hat, um den Menschen einerseits den richtigen Weg zu zeigen, aber andererseits, um die Menschen nicht zu erschrecken oder einzuschüchtern. Immerhin waren und sind die Menschen ziemlich heikel, was überdimensionale Wesen, Aberglaube, Hexerei etc. betrifft. Sie hätten es wahrscheinlich wie im Mittelalter als „Werk des Teufels“ angesehen, wenn Gott sich durch eine Stimme vom Himmel oder wie auch immer gezeigt hätte.
Jesus hat sich für uns geopfert, um uns nach dem Tod ein Leben mit Gott zu ermöglichen. Das Kreuz bildet eine Art Brücke von der Erde zum Himmel.
Ich weiß nicht wirklich, welche Rolle Jesus in meinem Leben spielt, aber meiner Meinung nach ist Jesus (wie Gott) eine Art Ansprechperson, mit der man über alles reden kann. Außerdem muss man Jesus (Gott) nicht in die Augen sehen, wenn man mit ihm redet, was es für manche Menschen einfacher macht, ihm das anzuvertrauen, was einem auf der Seele liegt.

Matthias
Gott hat sich als Jesus Christus auf der Erde gezeigt und war eng mit ihm verbunden. Die Bibel nennt ihn Gottes Sohn.
Ob es ihn wirklich gab, weiß so richtig keiner. Es gibt aber viele Beweise. Viele Leute glauben an Gott. Jesus konnte vieles durch Gottes Kraft, zum Beispiel Blinde oder anders Erkrankte heilen. Jesus hat viel durch Gott vom Himmel auf die Erde leiten können. Deshalb wurde Jesus Gottes Sohn genannt. Gott behandelt alle gleich auch wenn man einmal nicht so gut drauf ist.

Valentin
Ich und Marcel haben uns über folgenden Satz Gedanken gemacht:

Dieser Gott wirkt in unserer Welt und an Menschen. Man nennt das den Heiligen Geist.
Was ist der Heilige Geist? Ist er ein einzelner Mensch oder ist er ein Fantasiewesen? Wo kann man ihn treffen?

Es ist schwierig etwas zu erklären, was man nicht sehen kann, doch durch den Glauben lassen wir ihn entstehen. Wir vertrauen darauf, dass es ihn gibt. Wenn man an etwas glauben kann, fühlt man sich geborgen.
Gott ist überall. Er hilft nicht nur einzelnen, ausgewählten Personen sondern allen, egal ob arm oder reich.
Wenn wir den Geboten Gottes folgen, wirkt er durch uns. Wir erfüllen seinen Willen und leben so, wie er es gesagt hat.
Außerdem wirkt Gott durch die Menschen, gleichzeitig aber auch an den Menschen, wenn sie das wichtigste Gebot von allen befolgen, nämlich das Doppelgebot der Liebe. Wenn man dessen Gedanken folgt, ist man automatisch hilfsbereit und unterstützt den anderen Menschen.

Marcel
Welche Bedeutung Gott Vater und Jesus für den Menschen haben, ist meistens klar. Die Aufgabe des Heiligen Geistes wissen nur die wenigsten.
Der Heilige Geist ist unsichtbar, aber irgendwie auch sichtbar. Zum Beispiel schreibt Matthäus, dass der Geist bei der Taufe Jesu „wie eine Taube“ auftritt.
Der Heilige Geist ist in uns allen versteckt.

Marie-Louise
Ich habe über folgende Behauptung nachgedacht:

Jesus hat vorgezeigt, wie man als Christ leben soll.

Bedeutet das für jeden, der ein guter Christ sein möchte, dass er sich aus Nächstenliebe kreuzigen lassen muss? Meiner Meinung nach ist es eher so zu verstehen, dass man sich und seine Mitmenschen so behandeln sollte, wie es Jesus getan hat bzw. getan hätte. Er hat, wenn er die Möglichkeit dazu hatte, geholfen wo es nur ging. Wir sollten nach Möglichkeit dasselbe tun. Es wird uns zwar nicht immer möglich sein, denn manchmal ist es schwer über die Fehler anderer hinweg zu sehen, doch niemand ist perfekt. Auch Gott oder Jesus nicht.
Gott kam in Gestalt seines Sohnes auf die Erde, um zu erfahren wie es ist Mensch zu sein, um zu helfen, aber auch um Fehler zu machen. Ich denke, was Jesus ausmacht, ist seine Barmherzigkeit, seine Aufopferung und das unendliche Vertrauen zu Gott.
Was ist für einen Christen nun entscheidend? Viel Wissen haben? Die Bibel vielleicht sogar auswendig kennen? Gott kommt es letztlich gar nicht darauf an. Also wenn wir an Jesus und an Gott glauben, wenn wir Gott und unseren Nächsten lieben wie uns selbst, macht uns das eigentlich nicht auch zu guten Christen?

Sabrina
Ich hatte die Aufgabe, über die Auferstehung und das ewige Leben nachzudenken. Die Lehrsätze dazu lauten:

Jesus ist nach seinem Tod durch den Tod hindurch zu Gott gekommen.
• Diesen Weg zu Gott können auch wir nach unserem Tod gehen.
• Wenn wir zu Lebzeiten im Glauben mit Gott verbunden waren, dann bleibt diese Verbindung im Tod bestehen.

Ich habe mir ein paar Sätze überlegt, die für mich zu dieser Aussage passen:
Gott ist überall gegenwärtig; er liebt die Menschen. Gott ist in den Herzen derjenigen, die an ihn glauben und ihm vertrauen. Wenn man Gott vertraut, wird es einem nie mangeln. Wer mit Gott lebt, der lebt ewig. Gott ist unser Hirte, Gott ist allwissend, er ist allmächtig. Nur der, der mit Gott lebt, lebt wirklich glücklich. Gottes Wille wird geschehen. Ohne Gott ist man nicht vollkommen.

Diana-Aurelia
Der nächste Gedanke lautet:

Glaube ist mehr, als „Gott für möglich“ halten. Gemeint ist ein tätiger Glaube, bei dem du im Gebet mit Gott Verbindung hältst, und bei dem du Gottes Richtlinien in deinem Leben umzusetzen versuchst.

Du sollst, wenn du betest, darüber nachdenken, was du betest. Nicht einfach so dahin beten, sondern dir voll bewusst sein, was du sagst. Und auch wenn du über Gott redest, ist das nicht einfach irgendwie daher reden, sondern im Glauben an ihn. Du sollst dir für Gott und deinen Glauben Zeit nehmen, genauso wie du dir für deine anderen wichtigen Dinge in deinem Leben Zeit nimmst. Durch die Liebe zu Gott wirst du das richtige finden.
Habe keine Angst davor, deine eigenen Gebete zu sprechen, denn diese sind viel persönlicher und ehrlicher. Man soll generell keine Angst haben, etwas Falsches zu sagen.
Wenn man es ehrlich meint, wird man sowieso das Richtige sagen, denn es gibt nichts Falsches, solange es von deinem Herzen kommt. Das Wichtigste ist aber, regelmäßig zu beten und nicht nur in der größten Notsituation. Man soll Gott auch für so einfache Dinge wie schönes Wetter dankbar sein. Denn er ist es, der uns all diese schönen Dinge ermöglicht.

Michael
Gibt es einen Gott? Ich habe dazu eine Geschichte:

Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann könnten wir die Frage fallenlassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott.“
Man soll nicht für einfach nur für möglich halten, dass es einen Gott gibt. Ihr sollt aktiv an ihn glauben, beten und in den Gottesdienst gehen. Wenn man im Leben an Gott glaubt, wird man im Jenseits mit ihm verbunden sein. Man sollte nach seinen Richtlinien leben. Man kann auf Gott vertrauen, auch wenn du mal schlechte Tage hinter dir hattest. Er hilft dir. Jesus lehrte uns zum Beispiel, dass alle Menschen gleich sind und man alle gleich behandeln soll. Die Menschen sollen tolerant sein und Gott und den Nächsten lieben wie sich selbst.

Marlene
In all dem Bemühen um Gott dürfen wir folgenden Satz nicht übersehen:

Es muss dabei nicht immer gelingen, nach Gottes Regeln zu leben. Missglücktes vergibt Gott, wenn es bereut wird und um Vergebung gebeten wird.

Auch wenn man Gottes Gebote kennt, kann es vorkommen, dass es einmal nicht gelingt nach ihnen zu leben. Es passiert oft schnell, dass man Gottes Namen missbraucht. Manchmal ist es auch nicht sehr leicht, Vater und Mutter ausreichend zu ehren, wenn sie etwas verbieten. Sogar der Feiertag ist uns nicht immer heilig. Neid und Eifersucht sind ein ständiger Begleiter in unserem Leben. Durch Stress und ständigem Streben nach Erfolg wird man rücksichtslos gegenüber seinen Mitmenschen.
Viele Gebote werden unbewusst gebrochen. Manche Gebote werden bewusst gebrochen. Ist es in unserer Zeit überhaupt noch möglich vollständig nach Gottes Geboten zu leben?
Gott vergibt uns, wenn man Missglücktes bereut. Vergibt Gott wirklich jedem?
Gott vergibt, wenn man Missglücktes bereut und um Vergebung bittet.
Gott verzeiht uns unsere Fehler wenn wir sie ehrlich bereuen.
Jeder Mensch sollte nach Gottes Richtlinien leben. Gerade weil es nicht immer leicht ist, ist es gut zu wissen, dass Gott unsere Fehler verzeiht, wenn wir darum bitten.

Sarah
Es ist nicht immer leicht nach Gottes Regeln zu leben. Zum Beispiel wenn man Geschwister hat. Man fängt an über etwas völlig Unsinniges zu streiten. Danach ist der eine auf den anderen sauer. Ich kenne das sehr gut, da ich selbst Geschwister habe. Wir streiten sehr oft. Am Anfang sind wir sauer, aber später vertragen wir uns wieder. Man macht sehr oft Fehler, aber es ist sehr wichtig, dass man wieder verzeiht. Man kann nicht immer nach Gottes Regeln leben. Man soll trotzdem versuchen, so gut wie möglich nach diesen Regeln zu leben.

Lisa
Man kann oder man schafft es nicht immer nach Regeln zu leben und schon gar nicht nach Gottes Regeln. Es ist nicht verboten, Regeln zu brechen. Aber wichtig ist, dass man selber merkt, welche Fehler man macht. Meist sieht man nur bei den anderen, was sie falsch machen.
Aber es ist gut, wenn man seine Fehler bereut. Durchaus wichtig ist es, Gott um Vergebung zu bitten. Gott vergibt jedem, egal was er Schlimmes angestellt hat. (Wenn jemand ehrlich bereut.) Denn das ist etwas, was Gott ausmacht. Er zeigt uns, dass man selber auch den Menschen vergeben soll. Das ist, was Gott gut heißt: Vergebung.
Wenn du vergibst, vergeben dir andere auch.

Michael
Ich und Johannes durften darüber nachdenken, wie es mit den Menschen und der Welt weitergeht. Der Leitsatz dazu:

Eines Tages wird diese Welt zu Ende gehen. Dann bleibt aber das Leben bei Gott bestehen, und die Erlösten können weiter mit Gott existieren.

In diesem Leben müssen wir uns entscheiden, ob wir den Weg mit Gott gehen wollen oder ob wir uns von ihm abwenden. Dieser Weg zu unserem Herrn kann leicht aber auch schwierig sein. Aber wir dürfen sicher sein, dass wir diesen Weg nie allein gehen müssen. Wenn wir zu Lebzeiten mit Gott verbunden sind, fällt es uns leichter, Schwierigkeiten anzunehmen und daraus zu lernen.
Ich glaube, dass es den Himmel und ein Leben bei Gott gibt und dass es uns möglich ist, ins Paradies zu kommen. Die Brücke dazu ist Jesu Tod. Daran sollen wir glauben. Jesus hat gesagt, dass er zum Vater vorausgeht, um uns eine Wohnung zu bereiten, die perfekt sein wird.

Johannes
Gott hat für uns eine wunderschöne und makellose Welt erschaffen. Wir bekamen sie, um auf ihr zu leben und glücklich zu sein. Doch wir zerstören unsere Welt Tag für Tag mit all unserer Gier nach Energie und Macht. Weil wir so viel wollen, belasten wir unsere Erde sehr. Und wenn wir das Schlimmste annehmen, wird unsere Welt daran untergehen. Es kann auch sein, dass manche Länder schon so gierig auf Erdöl und andere Rohstoffe sind, dass ein Krieg ausbricht. Trotz all der neuen Technologien kann unser Planet komplett zerstört werden. Durch Atomwaffen und Kernkraftwerke kann alles Leben zerstört werden.
Doch wenn wir uns an Gott wenden und an ihn glauben, dass er uns von all diesem Leiden erlösen kann, dann können wir trotz lebensfeindlicher Erde weiterleben. Und zwar mit Gott, in einer anderen Welt ohne Gier, Hass und Krieg.
Doch trotzdem sollten wir darüber nachdenken, wie wir unsere Welt schützen können. Denn bevor wir zu Gott kommen, dürfen wir leben. Eine Welt ohne Krieg ist sehr viel schöner.