13/05/2026 0 Kommentare
Gedanken im Mai der Evangelischen Frauenarbeit
Gedanken im Mai der Evangelischen Frauenarbeit
# Neuigkeiten
Gedanken im Mai der Evangelischen Frauenarbeit
Liebe Frauen, liebe Mitarbeiterinnen in den verschiedenen Gemeinden!
Auf einer Baustelle schufteten drei Arbeiter. Sie taten alle dasselbe und bearbeiteten Steine. Ein Fremder kam vorbei und interessierte sich für ihre Arbeit. Er fragte den ersten Arbeiter: „Mein Freund, was tust du da?“ Missmutig schaute der Mann auf und antwortete: „Das siehst du doch: Ich klopfe Steine!“ Der Fremde ging weiter zum zweiten Arbeiter und fragte ihn ebenfalls: „Was tust du da eigentlich?“ Der Mann antwortete: „Ich verdiene Geld für meine Familie!“ Dann wandte sich der Fremde auch noch an den dritten Arbeiter und fragte ihn: „Kannst du mir sagen, was du da tust?“ Der Mann schaute strahlend auf und sagte: „Ich baue an einer Kathedrale!“
Diese Geschichte erinnert mich immer wieder an unseren eigenen Alltag. Wie oft verlieren wir uns in einzelnen Verpflichtungen und Arbeiten und vergessen ganz, wofür und aus welchem Grund wir etwas tun. Wir mühen uns ab in unserem ehrenamtlichen oder hauptamtlichen Engagement in Kirche, Gesellschaft und Familie, übernehmen immer mehr Aufgaben und Pflichten – aber letztlich ist uns das WARUM nicht mehr bewusst.
Warum tun wir das alles?
Aus Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen – weil Christus uns dazu berufen hat. Weil wir an dem Platz stehen, wo er uns hingestellt hat. Weil wir an seinem Reich mitbauen, das er mitten in dieser chaotischen Welt errichten will.
Die Haltung, in der wir etwas tun, ist entscheidend:
Alle drei Arbeiter taten dasselbe – aber sie sahen ihre Aufgabe völlig unterschiedlich. Es macht einen Unterschied, ob wir nur einen Job ausfüllen, oder ob wir eine Aufgabe haben, die uns erfüllt, ob es nur eine Pflicht ist, was wir tun oder ob es ein sinnvoller Beitrag zu etwas Größerem ist. Dieses Größere ist Gott, der jedem von uns das Leben geschenkt hat mit einer bestimmten Aufgabe. Für ihn dürfen wir leben. „Blühe dort, wo Gott dich hingepflanzt hat“. Das macht Sinn und erfüllt uns.
Gott verspricht: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ Gen.12,4
Als Gott diesen Satz zu Abraham gesagt hat, war er 75 Jahre alt.
Abraham sollte damals in ein neues Land gehen und es für sich und seine Nachkommen als neue Heimat nutzen. Er kannte dieses Land nicht, er wusste nicht, was auf ihn zukam und was die Zukunft brachte, er wusste nichts von dem beschwerlichen Weg und von den Herausforderungen, die dort auf ihn warteten. Aber er vertraute Gott, der ihm diesen Auftrag gegeben hatte. Seine einzige Sicherheit war dieser Gott, der ihn mit seiner ganzen Liebe und Kraft versprochen hatte, ihn zu begleiten. Diesem Gott stellte er sein Leben zur Verfügung und machte sich einfach auf den Weg. Er diente ihm. Und unterwegs erlebte er Schritt für Schritt den Segen Gottes. Genauso dürfen auch wir es erleben – mitten in unserem Alltag. Gott wird uns weiterhin segnen, mit uns gehen und wird uns für andere Menschen zum Segen setzen.
Mit vielen Segenswünschen für euren so wertvollen Dienst,
eure Insa Rößler
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