02/06/2026 0 Kommentare
Monatsspruch Juni
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Monatsspruch Juni
„Denkt an die Gefangenen als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib.“ (Heb.13,3)
Was für eine Aussage! Ich meine, der Spruch regt ziemlich zum Nachdenken an. Hier in Deutschland haben wir nicht so viel mit Gefangenschaft aufgrund des Glaubens zu tun– oder vielleicht doch?
Als ich diesen Vers las, musste ich sofort an unzählige verfolgte Christen auf dieser Welt denken.
Letztes Jahr war ich bei der Organisation Open Doors in Kelkheim. Sie informiert über Christenverfolgungen weltweit und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Sie möchte diese Menschen stärken, ausrüsten und unterstützen. Aber was hat das jetzt mit uns zu tun?
Bei dieser Exkursion habe ich viel erfahren über die Länder, in denen der christliche Glaube nicht so frei gelebt werden darf wie hierzulande. Auch über die Gewalt, die Christen in einigen dieser Länder zugefügt wird. Länder wie beispielsweise Nordkorea oder Somalia stehen ganz oben auf der Liste der Länder, die Christen verfolgen.
Wir alle waren nach diesem Tag emotional ziemlich mitgenommen. Die Berichte waren sehr schockierend, da man sonst nicht viel davon mitbekommt. Außerdem ist es schwer, sich in eine Situation hineinzuversetzen, die die meisten von uns nie erlebt haben.
„Denkt an die Gefangenen als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten…“ – Ich finde das oft schwer. Was bringt es den Gefangenen und Misshandelten, wenn ich an sie denke?
Auch wenn wir in so unterschiedlichen Verhältnissen leben, haben wir etwas gemeinsam: Wir sind durch Jesus Gottes Kinder und dadurch eine Familie, oder wie ein Leib. Als Christen gehören wir zum Leib Christi. Das verbindet uns hier mit den verfolgten Christen. 1. Korinther 12,27 sagt: „Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; …“.
Wir können unseren Glaubensgeschwistern helfen, indem wir an sie denken und für sie beten. Oft vergessen wir, was für eine große Macht Gebet hat und welch eine starke Waffe es ist.
Einer der Berichte bei Open Doors handelte von einem gefangenen Christen. Er war unter schlimmen Verhältnissen eingesperrt, und es ging ihm schlecht. Doch er hat am eigenen Körper gespürt, dass Christen aus aller Welt für ihn beteten, und es brachte ihm Frieden!
Im Alltag mag das oft untergehen; lasst Euch jedoch durch diesen Text und die Erzählung ermutigen, dass Ihr für unsere verfolgten Glaubensgeschwister betet. Vielleicht kannst Du es ja in Dein Gebet aufnehmen und an sie denken – sie können es spüren!
Gedanken zum Monatsspruch Juni 2026
von Vianne Müller (Impuls Kirchengemeinde Lieberhausen-Bergneustadt)
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